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Italienisches Karnevalsgebäck: Unsere Rezepttipps

Italienisches Karnevalsgebäck ist in Deutschland nicht wirklich bekannt und wir finden, das muss sich ändern! Denn die zwei Klassiker des italienischen Karnevals, Castagnole und Chiacchiere muss man einfach mal probiert haben!

Die Me.Ta. Rezepte für italienisches Karnevalsgebäck

Das italienische Karnevalsgebäck hat drei Dinge gemeinsam: heiß, fettig und extrem lecker! Die Rezepte für Castagnole und Chiacchiere stellen wir euch hier vor:

Rezept für Castagnole

italienisches Karnevalsgebäck Castagnole

Castagnole sind kleine, frittierte Teigbällen, die mit Zucker bestreut werden und schneller gegessen werden, als man kucken kann!

Diese Zutaten benötigt ihr für die Castagnole:

  • 200 g Mehl, Typ 00
  • 1 Ei (Größe L)
  • 40 g weiche Butter (alternativ 30 g Sonnenblumenöl)
  • 50 g Zucker
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
  • 1 Vanilleschote (alternativ 1/2 Päckchen Vanillin)
  • 1 EL Strega-Likör (alternativ Anis-Likör oder was immer ihr bevorzugt)
  • Etwas Salz
  • 6 g Backpulver
  • 700 ml Sonnenblumenöl zum Frittieren
  • etwa 200 g Zucker zur Dekoration

Und so macht ihr den Teig für die Castagnole:

Mischt zunächst das Mehl mit dem gesiebten Backpulver und macht in der Mitte eines Backbretts oder einer Arbeitsfläche eine Vertiefung. In die Mitte den Zucker, das Ei, die Zitronenschale, die Vanille, die in kleine Stücke geschnittene weiche Butter, das Salz und den Likör geben. Verknetet dann mit den Händen von der Mitte aus alles zu einer cremigen Masse.

Knetet solange, bis das gesamte Mehl aufgenommen wurde und der Teig glatt und homogen ist. Der Teig für die Castagnole sollte weich, leicht fettig, aber nicht zu klebrig sein.

Wickelt den Teig in Frischhaltefolie ein und lasst ihn bei Zimmertemperatur etwa eine halbe Stunde lang ruhen. Dann kleine Teigstücke abschneiden und zwischen den Handflächen zu kleinen Kugeln formen.

So klappt das Frittieren der Castagnole

Fügt die Hälfte des Öls in einen Topf und erhitzt ihn 2-3 Minuten lang auf mittlere Hitze. Nehmt dann ein kleines Stück Teig und taucht es probeweise in das Öl: Wenn es an die Oberfläche steigt und sich mit Blasen füllt, ist das Öl circa 170° heiß und ideal zum Frittieren. Bleibt das Teigstück am Boden, ist das Öl zu kalt. Wenn das Teigstück sofort braun wird, hat das Öl die 190°-Marke überschritten und ist zu heiß.

Jeweils ein paar Stücke braten, maximal 4 – 5. Wendet die Bällchen von Zeit zu Zeit mit einem Schaumlöffel und achtet darauf, dass der Kochvorgang langsam erfolgt. Das Frittiergut sollte allmählich braun werden. Wenn ihr die Hälfte der Castagnole frittiert habt, achtet darauf, das Öl zu wechseln. Wenn das Öl zu dunkel ist, werden die Castagnole nach altem Fett riechen und schmecken.

Italienisches Karnevalsgebäck: Rezept für Chiacchiere

italienisches Karnevalsgebäck Chiacchiere

Die Chiacchiere sind neben den Castagnole das italienische Karnevalsgebäck schlechthin. Sie kennt man in Italien unter vielen Namen: Frappe in Rom, Bugie im Piemont, Crostoli oder Galani in Venetien und Cenci in der Toskana.

Damit die Chiacchiere perfekt werden, solltet ihr nach Möglichkeit eine Nudelmaschine nutzen. Wenn ihr keine habt, dann kann der Teig auch mit einem Nudelholz ausgerollt werden.

Diese Zutaten benötigt ihr für die Chiacchiere

  • 300 g Mehl, Typ 00
  • 40 g Zucker
  • 2 Eier, Größe M
  • 60 g Milch
  • 30 g geschmolzene Butter
  • 2 Esslöffel Strega-Likör (alternativ Rum, Gran Mariner oder Grappa)
  • abgeriebene Schale von 1 großen unbehandelten Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 1 l Sonnenblumenöl zum Frittieren
  • Puderzucker für die Garnierung

Und so macht ihr den Teig für die Chiacchiere:

Vermischt zunächst das Mehl mit dem Zucker und einer Prise Salz in einer Schüssel. Macht eine Vertiefung in die Mitte und fügt die Eier, die geschmolzene Butter, die Zitronenschale sowie den Likör hinzu. Vermischt mit einer Gabel alles von der Mitte aus.

Wenn die Flüssigkeit aufgesaugt wurde und eine cremige Masse entstanden ist, die Milch hinzufügen. Alle Zutaten zuerst mit einer Gabel, dann mit der Hand verrühren, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.

Zum Schluss die Kugel in Frischhaltefolie wickeln und 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Den Teig in 3 Teile teilen, jeweils ein Stück auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche so dünn wie möglich ausrollen und mit einem gut bemehlten Nudelholz ein paar Mal über sich selbst falten. Denkt daran: Je öfter ihr das Blatt faltet, desto mehr Blasen bilden sich im Teig!

Jetzt sollte der Teig weiter mit einer Nudelmaschine bearbeitet werden: Stellt die Maschine auf Stufe 3-4 ein und arbeitet euch nach und nach auf Stufe 1 hoch. Nach jedem Mal muss der Teig gefaltet werden.

Wenn der Teig dünn genug ist, schneidet den Teig mit einem Teigroller in Rechtecke.

So klappt das Frittieren der Chiacchiere

Chiacchiere frittieren italienisches Karnevalsgebäck

Erhitzt dann einen Topf mit dem Öl auf mittlere Hitze und macht dann wie bei den Castagnole eine Teigprobe. Wenn der Teig an die Oberfläche steigt und sich um ihn herum Mikroblasen bilden, ohne schwarz zu werden, ist das Öl heiß genug.

Taucht die Chiacchiere in das kochende Öl und wendet sie nach 3 – 4 Sekunden. Sobald sie leicht gebräunt sind, könnt ihr sie herausnehmen und auf einem saugfähigen Papiertuch abtropfen lassen.

Wenn die Chiacchiere etwas abgekühlt sind, können sie mit Puderzucker bestäubt werden. Buon appetito!

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